Der Sonderpreis für Versorgungsforschung geht an

Prof. Stephanie Stock

Erstmalig wird im Rahmen des Deutschen Krebspreises ein "Sonderpreis für Versorgungsforschung" vergeben. Er geht an Prof. Dr. Stephanie Stock für ihre Pionierarbeit zur Stärkung der Patient*innenzentrierung sowie zur Kompetenzsteigerung der Pflegefachkräfte in der onkologischen Versorgung. Die Professorin für angewandte Gesundheitsökonomie und patientenzentrierte Versorgung und Kommissarische Leiterin des Instituts für Gesundheitsökonomie und Klinische Epidemiologie an der Uniklinik Köln konnte mit ihrer Forschung die Versorgung von Frauen mit einer erblichen Belastung für Brust- und Eierstockkrebs erheblich verbessern. Frauen mit einer nachgewiesenen BRCA1/2-Mutation haben ein erhöhtes Risiko, an Brust- oder Eierstockkrebs zu erkranken. Sie haben mehrere Optionen zur Prävention, hierzu zählt etwa eine intensivierte risikoadaptierte Früherkennung oder auch eine Mastektomie, eine vollständige oder teilweise Entfernung der Brust. Mit ihrer Arbeit fördert Professorin Stock die Gesundheitskompetenz der Betroffenen sowie die partizipative Entscheidungsfindung. Unter ihrer Leitung wurde das erste evidenzbasierte Entscheidungscoaching für Frauen mit einer BRCA1/2-Mutation entwickelt, das in Deutschland vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) zur Implementierung in die Regelversorgung empfohlen wurde.

Proträtfoto von Prof. Dr. Stephanie Stock
© MedizinFotoKöln

"Mit einem Entscheidungscoaching treffen Betroffene früher und häufiger klare Entscheidungen."

Prof. Dr. Stephanie Stock erhält den Sonderpreis für Versorgungsforschung im Rahmen des Deutschen Krebspreises 2024. Im Interview spricht Sie über Forschungsergebnisse und Ziele.