Der Deutsche Krebspreis 2026 für klinische Krebsforschung geht an

Prof. Jessica Hassel

Den Deutschen Krebspreis 2026 in der Kategorie „Klinische Forschung“ erhält Frau Prof. Dr. Jessica Hassel, Medizinische Fakultät Heidelberg der Universität Heidelberg, Universitätsklinikum Heidelberg und NCT Heidelberg. Seit vielen Jahren engagiert sie sich für die Entwicklung neuer Therapieansätze für Patient*innen mit fortgeschrittenem Hautkrebs und Aderhautmelanomen sowie für eine stärker patientenzentrierte Versorgung in der Dermatoonkologie.

Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt in der Durchführung klinischer Studien zum Einsatz innovativer Immuntherapien. So hat Professorin Hassel unter anderem dazu beitragen, Strategien für RNA-Vakzine, Therapieprinzipien für immunmodulatorische Krebsimpfstoffe und für den bispezifischen Wirkstoff Tebentafusp zu entwickeln. Darüber hinaus untersucht sie translationale Fragestellungen, die Forschungsergebnisse schneller in die klinische Praxis überführen sollen. So etablierte sie beispielsweise neue Liquid-Biopsy-Methoden für das Therapiemonitoring sowie verbesserte bildgebungsbasierte Kriterien zur Beurteilung der Wirkung von Therapien.

Ein besonderes Anliegen ist Professorin Hassel zudem die Stärkung der Patient*innen in schwierigen medizinischen Entscheidungsprozessen. Im PEF-Immun-Projekt entwickelte sie evidenzbasierte Entscheidungshilfen für Menschen mit Hautkrebs, die Betroffene dabei unterstützen, gemeinsam mit ihren behandelnden Ärzt*innen informierte Therapieoptionen zu wählen. Diese Angebote stärken heute die patientenzentrierte Versorgung in der Dermatoonkologie.

Prof. Dr. Jessica Hassel, © Philip Benjamin
© Philip Benjamin